Die Medien konnten nicht geladen werden. Kurzversion Das Laserschwert von Jellybibo lässt Kindheitsträume von Jedi-Rittern eines jeden Alters in Erfüllung gehen. Das Spielzeug wirkt überraschend hochwertig, liegt gut in der Hand und benötigt dankenswerterwiese nicht einmal Batterien für den Betrieb. Ein zum Laden des in den Griff integrierten Akku benötigtes Kabel ist im Lieferumfang inbegriffen. Langfassung Angehörige meiner Generation können es bezeugen: Han hat zuerst geschossen - daran gibt es keinen Zweifel. Den gab es jedenfalls damals nicht, bevor Regisseur George Lucas anfing, sich schier unermüdlich an seinen Filmen abzuarbeiten und Veränderungen daran vorzunehmen, in denen zumindest die Fans seiner Filme nicht immer auch Verbesserungen erkennen konnten. Merchandise zum fraglichen Film, zu dem es seinerzeit tatsächlich noch keine einzige Fortsetzung gab, konnte man zwar damals schon kaufen, aber die Auswahl war überschaubar. Insbesondere von der Spielzeugversion eines der coolen Laserschwerter, wie sie im Film zu sehen waren, konnten wir nur träumen. Inzwischen gibt's entsprechende Nachbauten wie Sand am Meer, und es gibt sie, glaube ich, auch in so gut wieder jeder Preisklasse. Vor Jahr und Tag habe ich ein Modell, das auf der im Internet genutzten Abbildung verdammt schick aussah, online bestellt. Was der Anbieter in Fernost dann tatsächlich versandte, hatte mit dem, was auf der Abbildung zu sehen gewesen war, rein gar nichts zu tun. Seitdem habe ich nichts mehr gekauft, das irgendwer auf Social Media bewirbt, und ähnliche Enttäuschungen sind mir daher erspart geblieben. Als ich die Chance hatte, im Rahmen meiner Teilnahme am Produkttestprogramm Amazon VINE eines der hier angebotenen Spielzeuge zu bestellen, habe ich kurz gezögert, dann aber doch auf den Bestell-Button geklickt - alte Liebe rostet bekanntlich nicht, und innerhalb von wenigen Sekunden hatte kindliche Neugier über erwachsene Ernsthaftigkeit obsiegt. Das Laserschwert traf gut verpackt im bunt bedruckten Geschenkkarton ein. Auf dem wird der Inhalt zwar ausdrücklich als "Light Saber" deklariert, ein Hinweis auf die Filmserie, in der das Utensil eine wesentliche Rolle spielt, findet sich freilich nirgends. Es darf mithin bezweifelt werden, dass es sich bei dem hier angebotenen Spielzeug um offiziell lizenziertes Merchandise handelt. Der besagte Karton enthält das in zwei Teilen gelieferte Schwert, ein USB-Ladekabel sowie einen kleinen Inbusschlüssel. Griff und Klinge machen einen hochwertigen Eindruck, und um das Spielzeug gebrauchsfertig zu machen, muss man lediglich die Klinge in den Griff einschrauben. Den Inbusschlüsel benötigt man vermutlich nur, wenn man ein zweites Exemplar des Laserschwerts ersteht und beide Schwerter zu einem einzigen mit Doppelklinge kombinieren möchte. Was man sonst wissen sollte, steht in der überschaubaren, aber immerhin in mehreren Sprachen und gut lesbarer Type gesetzten Gebrauchsanleitung. Ein drei Sekunden langer Druck auf den gut erkennbaren Knopf am Schwertgriff lässt die Klinge mit zischendem Geräusch und kurzem Soundclip "The force is with you" aufleuchten, ein wiederholtes Betätigen bewirkt Farbwechsel. Durch zweimaliges kurzes Drücken kann man in Modi wechseln, in denen das Schwert automatisch Farbwechsel durchläuft bzw. blinkt - wer je eine der zahlreich angebotenen modernen kabellosen LED-Leuchten aus Fernost erstanden hat, wird mit dem Bedienkonzept vertraut sein. Mit dreimaligem kurzem Drücken wechselt man in einen Modus, in dem das Schwert geräuschlos funktioniert. Ich persönlich empfinde das als Wohltat, denn leider zischt das Schwert nicht nur dann, wenn die Klinge einen festen Gegenstand berührt, sondern quasi unablässig und in festen Abständen. Das ist in meinen Augen tatsächlich das größte Manko, denn der kleine Junge in mir hätte sich gewünscht, dass der hier verwendete Sound wirklich nur ertönt, wenn man die Klingen kreuzt. Das ist aber tatsächlich das Einzige, das ich zu bemängeln habe - der Griff aus Aluminium liegt gut in der Hand, ist überraschend schwer und wirkt solide verarbeitet und in meinen Augen optisch überzeugend, die Klinge hat eine für ein Kinderspielzeug dieser Art ausreichende Länge, und sie leuchtet hell und gleichmäßig. Obi-Wan Kenobi wäre vielleicht verwundert über die Herstellerangabe, laut welcher das Spielzeug sich für Menschen im Alter zwischen drei und 60 Jahren eignet - der Jedi-Meister selbst wäre demnach also schon zu alt für dieses Utensil gewesen. Was ich an dieser Stelle ausdrücklich loben möchte, ist die Entscheidung, auf Batterien als Energiequelle zu verzichten - das Laserschwert wird ab Werk teilgeladen geliefert und lässt sich sofort für den ersten Kampf gegen Sith-Lords und andere Bösewichte in Betrieb nehmen, und nach dem Triumph über die dunkle Seite der Macht müssen nicht erst Batterien gewechselt werden, um das Spielzeug fit fürs nächste Abenteuer zu machen. R e s ü m e e Für ein Spielzeug dieser Art kann man sicher ganz mühelos auch einen dreistelligen Betrag ausgeben. In meinen Augen muss man das aber nicht - ich finde, das Laserschwert von Jellybibo sieht toll aus, liegt gut in der Hand und überzeugt mit satt beleuchteter Klinge, deren Farbe man ganz nach Gusto einstellen kann. Kurz und gut: Wenn's dieses Teil in meinen Kindertagen gegeben hätte, wäre klar gewesen, was auf dem Weihnachts-Wunschzettel ganz oben steht. Erwachsene Jedi-Ritter, die sich ein kindliches Gemüt bewahrt haben, können den auf Dauer etwas nervigen Sound abstellen und sich das coole, per USB-Kabel ladbare Laserschwert alternativ auch als originelle Deko-Leuchte in Kinozimmer oder (Wo)Man Cave stellen.