Die Katze war nach vielen, vielen Jahren mal wieder ein klassisches Ravensburger Malen nach Zahlen Motiv, das ich ausgemalt habe. Als Kind habe ich das extrem gerne gemacht. Insgesamt habe ich ca. 12,5 Stunden gebraucht (über 5 Tage verteilt), wobei ich auch dazu sagen muss, dass ich schon recht perfektionistisch bin und vor allem Kinder bestimmt deutlich schneller fertig wären, da sie wahrscheinlich nicht ganz so genau ausmalen würden und auch nicht so sehr darauf achten würden, dass der Farbauftrag gleichmäßig ist (deshalb habe ich manche Felder nämlich sogar 2 oder 3 Mal ausgemalt). Die Farben unterscheiden sich teilweise leicht in der Konsistenz und decken unterschiedlich gut. Das helle Grau ließ sich zum Beispiel unglaublich leicht gleichmäßig auftragen und trocknete sofort schön gleichmässig, das dunkle Grau hingegen trocknete sehr fleckig und ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten eine gleichmäßige Fläche hinzubekommen, besonders bei den großen Feldern. Allgemein trocknen die Farben matt und auffallend schnell (teilweise innerhalb von Sekunden) und lassen sich mit Wasser im nachhinein noch leicht verschieben oder ablösen, weshalb ich es anschließend noch mit einem Acrylfirnis „lackieren“ wollte, um das Bild zu versiegeln und damit es ein wenig glänzt. Ich wollte dafür das Winsor und Newton ‚Galeria gloss varnish‘ nutzen, jedoch musste ich leider feststellen, dass die Farben sich damit nicht so gut vertragen. Die Farben wurden leicht transparent, sodass die Zahlen darunter wieder sichtbar wurden und manche Farben wurden auch seltsam fleckig. Ich kann davon also nur abraten. (⚠️Edit: Es lag nicht am Firnis, sondern an mir bzw. meinem Farbauftrag. Da ich dieses Problem auch mit dem Ravensburger Firnis hatte und inzwischen viele weitere Motive gemalt habe, weiß ich mittlerweile, dass man bei den Ravensburger Malen nach Zahlen Bildern die Farbe besonders über den Zahlen großzügig auftragen sollte, wenn man vermeiden möchte, dass die Zahlen nach dem Auftrag von Firnis durchschimmern. Die fleckige Optik verschwindet zudem nach dem trocknen. Falls nicht hat man die Farbe ungleichmäßig und teilweise zu dünn aufgemalt, sodass der Untergrund an manchen Stellen durchschimmert. Sowas kann man aber auch immer noch im Nachhinein korrigieren.) Über den Pinsel kann ich mich bisher nicht beschweren, die Qualität scheint, vor allem für die Preisklasse, echt gut zu sein. (Einer von Schipper ist mir letztens leider bereits nach einem halben Bild ausgefranst.) Fertig sieht das Bild dem auf der Schachtel zum verwechseln ähnlich, lediglich das helle Orange im Schmetterling ist in Wirklichkeit ein deutlich dunkleres Rot-Orange, das bei normalem Licht leider kaum von dem anderen Rot zu unterscheiden ist. Zu den farbigen Motivlinien: Ich finde die Idee super, dass die Linien bei den „Kindermotiven“ nun jeweils die passende Farbe haben und relativ breit sind. Dadurch muss man nicht mehr ganz so präzise ausmalen und kleine Patzer werden meistens verziehen. Ich habe eine Rezension gelesen, die bemängelte, dass kleinere Felder dann bereits im Vorhinein komplett ausgemalt sind, jedoch kann man diese doch ganz einfach trotzdem mit der Acrylfarbe ausmalen, ganz egal, ob das Feld schon vorausgemalt war oder nicht. Das einzige, das ich dahingehend kritisieren könnte, ist, dass manche Linien noch besser den Farben angepasst werden sollten. (Ich habe absichtlich die Linien nicht übermalt - bis auf den Außenrand der Katze, damit sie nicht so unscharf wirkt, und die Lücken zwischen der Katze und den Blumen im Hintergrund habe ich durch erweitern des Stängels geschlossen - um zu sehen, wie sehr die Farben übereinstimmen. Denn das sollten sie ja, ansonsten könnte man sie ja auch weglassen, wenn man sie eh komplett übermalen sollte.) Beim Goldbraun (22), Dunkelgrau (H3) und Hellblau (48) zum Beispiel muss man echt genau hinsehen, um die Außenlinien noch zu erkennen. Vor allem beim Dunkelbraun (79) hingegen sind die Linien deutlich zu hell (siehe unten links). Ich erinnere mich noch genau an meine Schwester, die früher weinend und wütend vor ihrem Malen nach Zahlen Bild saß, da sie die kleineren Felder einfach nicht richtig ausmalen konnte. Ihr Motiv war laut Aufdruck für ihr Alter geeignet und sie war altersgerecht entwickelt. Besonders für solche Kinder, die vielleicht nicht ganz so geduldig oder feinmotorisch begabt sind, ist das eine super Möglichkeit saubere Ergebnisse und Erfolgsmomente zu erzielen. Enthalten sind: - Eine Maltafel in der Größe 24cm x 18cm - ein zitronengelber Rahmen aus Plastik - ein Pinsel in der Größe 2 - 15 schnelltrocknende matte Acrylfarben - zwei kleine Künstlerpaletten aus Pappe mit vorgestanzten Löchern, in die man die Farbtöpfchen klemmen kann - eine schwarz weiß Kopie des Motivs auf Papier, damit man die Zahlen nachgucken kann, falls man sich vermalt hat o.ä. (übrigens kann man die natürlich auch ausmalen...) - eine Anleitung in Deutsch, Französisch und Italienisch - ein Zettel mit Sicherheitshinweisen in Deutsch, Französisch, Italienisch, Niederländisch und Englisch