Doopy vereint Knete mit Spielfiguren. Die Knete ist nicht so weich wie Kleinkindknete und nicht so hart wie Schulknete, daher ideal, um etwas haltbarere Figuren zu formen, ohne dabei am benötigten Kraftaufwand zu verzweifeln. Zudem trocknet sie nicht schnell ein, die Farben sind kräftig und sehr schön. Sie ist laut Hersteller gesundheitlich unbedenklich und unter Aufsicht auch für jüngere Kinder geeignet, sonst erst ab 3 (verschluckbare Kleinteile, sprich: Knete). Das Besondere am Paket ist, dass Pappfigurenteile mitgeliefert werden. Diese werden mithilfe von Knetkugeln zu Figuren ergänzt, die stehfähig sind - nur der Prinz hat wohl etwas zu tief ins Glas geguckt, er ist ziemlich wackelig. Kein Wunder, schließlich trank man im Mittelalter durchschnittlich 1,3 Liter Wein am Tag (plus Bier). Aber wenn man die Beine in einem bestimmten Winkel feststeckt, hält auch er relativ gut das Gleichgewicht. Die Pappteile sind, wie bei Ravensburger gewohnt, in Stanztafeln, aus denen sie leicht rausgedrückt werden können. Die Qualität ist gut, feste Pappe, schöne Bilder, nichts wirkt billig. Zusätzlich gibt es 3 beidseitig bedruckte Tafeln, auf denen genau abgebildet ist, was man für den Bau der Figuren benötigt und wie die Knet-Stücke (mit dem beiliegenden Plastikmesser) abzuschneiden sind, damit die Kugeln die richtige Größe haben. Dabei sind die Knetstücke blöderweise ein kleines Stück zu lang. "Super, da hat man noch Knete übrig", könnte man denken. Aber kleine Kinder kapieren nicht, dass sie da noch mal etwas abschneiden müssen, weil es nicht eingezeichnet ist. Und das, was übrig ist, ist auch nicht wirklich verwendbar, da es so wenig ist (okay, bei uns bekam der Drache dann ein rosa Bein, die Kutsche ein buntes Rad usw. Kreativität geht immer). Für jede der 6 Figuren sind ein paar Knetkugeln zu formen. Das ist für die Kleinen gar nicht so leicht. Leider geht es nicht wie gedacht direkt auf der Pappe, weil Knete kleben bleibt. Am besten funktioniert es mit den Handflächen, das benötigt aber einiges an Koordination und bei den großen Kugeln sind die Kleinen überfordert. Daher rollen sie diese am besten auf einem Tisch mit Plastiktischdecke. Dann werden die Figuren zusammengesteckt und schon kann das Spiel losgehen. Den Ritter/Prinz musste ich dabei immer wieder zusammenstecken, das Schloss als Kulisse war uninteressant, der Drache verlor natürlich auch manchmal seinen Schwanz, er kann aber mit einem Zahnstocher gesichert werden. Das Set verbindet somit Kneten mit Rollenspiel. Man kann die Figuren natürlich auch einfach nur hinstellen. Schade finde ich, dass alles Kneten sich auf Kugeln beschränkt. Für die Dreijährigen ist das zwar motorisch schon eine ganz schöne Leistung, aber prinzipiell könnte man z. B. den Drachen doch auch ganz anders formen. Klar geht das auch ohne Anleitung, aber eine Rolle als Schwanz wäre schon drin gewesen oder Räder für die Kutsche statt Kugeln. Insgesamt ist das Set schön für Kinder, die im Anschluss mit den Figuren spielen. Wer hauptsächlich kneten möchte, dem würde ich es aufgrund des Preises im Vergleich zu reiner Knete nicht empfehlen. Die Fotos zeigen zum einen die Teile für den Bau der Prinzessin auf der Bauplatte, zum anderen alle fertiggestellten Figuren inkl. kreativen Abänderungen wie rosa Fuß des Drachen (der ist aber hinter den anderen Figuren versteckt).