Mr. Enkel und der alte Sack hier sind begeisterte Spieler des Hot Wheels Systems und haben immer wieder viel Spaß damit wenn er zu Besuch ist. So habe ich mich auf diesen Vorab-Test sehr gefreut und sogar noch einen zweiten Booster hinzugekauft um entsprechend meinen Vorstellungen testen zu können. Aber erst mal zu den groben Produkt-Infos: Benötigt zwei D Batterien 1,5 Volt, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Zum Öffnen des Batteriefaches benötigt man einen kleinen Kreuzschraubenzieher für zwei gut griffige Schrauben. Eingesetzt wurden Billigbatterien von 'Rubin' (vielleicht ein Fehler?) Die Booster machen zumindest auf Holzboden derbe Krach, was Kinder eher nicht stören wird, in der Nähe arbeitende Erwachsene aber sicherlich in ihrer Konzentration tangieren dürfte. Dem eigentlichen Durchlaufbeschleuniger sind beigefügt: - 1 blaues Fantasie Rallye-Auto ohne Eigennamen, welches dem derzeit abgebildeten Auto aus den Bildern der Produktbeschreibung entspricht - 2 Tracks (Plastikschienen), Länge etwa 30 cm Der Test: Da Durchlaufbeschleuniger für sich allein keinen spielerischen Sinn machen baute ich mit je zwei der folgenden Komponenten einen klassischen Rundkurs mit einer Schienenlänge von insgesamt etwa 10 Metern zusammen. 1. Dieser Durchlaufbeschleuniger (Booster) hier. 2. Hot Wheels BHT77 Track Builder Gerade Rennbahn Set, Trackset Zubehör mit ca. 4,5 m Länge und 18 Trackverbindungen inkl. 1 Spielzeugauto, ab 6 Jahren 3. Hot Wheels FPF05 Track Builder System Kurvenset, Trackset Zubehör inkl. 1 Spielzeugauto, ab 6 Jahren 4. Hot Wheels FPF04 Track Builder System Looping Set, Spielset mit 2 Tracks und 1 Spielzeugauto, ab 6 Jahren Erster Aufbau wie folgt: 1. Steilkurve ca. 53cm Schiene 1. Durchlaufbeschleuniger (Booster) ca. 4,20 m Schienen 1. Looping 30 cm Schiene 2. Steilkurve ca. 53 cm Schiene 2. Durchlaufbeschleuniger (Booster) ca. 4,20 m Schienen 2. Looping 30 cm Schiene 1. Steilkurve usw. Soviel zur gesteckten Strecke und meiner Vorfreude bzw. Erwartungshaltung. Zum Test standen mir leider nur 21 Autos zur Verfügung, da mein Enkel, auch genannt Eichhörnchen, mir die hiesigen Wagen ständig aus den Rippen leiert und mit nach Hause nimmt. Nur die besten 6 Allrounder brauch ich zum Testen und verteidige sie tapfer. Grins. Immerhin standen Dank diverser aktueller Zukäufe verschiedenste Bauarten, vom ultraflachen Sportwagen bis hin zum unförmigen Feuerwehrauto aus der City-Feuerwache im Test. Ergebnis: Keines Eines der Autos schaffte nach 4,20 m Schiene auch nur den ersten Looping. Bei beiden Boostern nicht. Herbe enttäuscht nahm ich die Loopings raus und verkürzte die Bahn nach und nach auf insgesamt ca. 8,50 Meter. Erst dann schafften die beiden Booster den übergroßen Teil der Autos über den ganzen Rundkurs zu schicken. Das allerdings sieht dann toll aus und es bringt auch mir echten Spielspaß, nach und nach 10-11 Autos auf die Strecke zu bringen, wobei natürlich insbesondere die mit den besten Rolleigenschaften schon mal aus den Kurven fliegen. In dem Zusammenhang sei erwähnt dass die allerbesten Autos auch die 10 Meter ohne Loopings schafften. Aber halt nur wenige. Ich baute dann auch die Loopings wieder ein weil mir das irgendwie spanisch vorkam, aber – leider – Ergebnis wie oben. Und an den Loopings liegt es nicht, denn die schaffen die meisten der Autos per Gummistarter ohne Probleme. Lediglich zwei der 21 Autos konnten den Booster so gar nicht leiden. Das war zum Einen der übliche Verdächtige, nämlich das Feuerwehrauto aus der City-Feuerwache (den nimmt selbst das Eichhörnchen nicht mit), und zum Anderen ein Sportwagen mit überdimensionierten Heckspoiler aus dem 50th Anniversary 5er Pack. Für Durchlaufbeschleuniger, die von oben einwirken sind erheblich mehr Autos, weil zu flach, weil zu hoch, wegen Heckspoiler, oder aus unbekannten Gründen, ungeeignet. Fazit: Bislang kannte ich nur von oben Speed gebende Durchlaufbeschleuniger, wie beim Korkenzieher-Crash-Trackset (unsere Lieblingsbahn) im Einsatz, auf der die dort laufenden Autos abgehen wie Luzie persönlich und hatte daher bezüglich des seitlich Schub gebenden Boosters hier vielleicht zu viel erwartet. Vielleicht liegt es auch an den Billigbatterien, die gegenüber den sonst genutzten Duracell schwächeln. Wenn mein Enkel dass nächste Mal kommt werde ich jedenfalls vorher Duracell oder andere Markenbatterien einsetzen. Sollten die Booster dann doch noch mehr auf die Reihe kriegen wird die aktuelle Sternezahl natürlich aufgewertet. Derzeit reicht es m. E. nur für drei Sterne, denn die Booster geben aktuell kaum mehr Schub als die mit Gummiband betriebenen Starter. Update: Und es lag wohl doch an den Loopings. Durch den von den Durchlaufbeschleunigern erzeugten Speed drücken die Autos bei der Einfahrt in den Looping die obige Verbindung der Loopings minimal auseinander. Erreichen die Autos dann Sekundenbruchteile später diese Stelle finden sie eine minimale Lücke vor, verhaken, und schaffen den Looping daher nicht. Diese verschärfte Vermutung drängte sich mir grade auf als ich neue Produktbilder der Loopings sah, in denen diese oben zusätzlich durch ein weißes Verbindungsstück zusammengehalten werden. Darüber verfügen unsere im Januar 2019 gekauften Loopings noch nicht.