Die Medien konnten nicht geladen werden. Fazit: Der fertige „Subaru WRC“ von 2001 misst ca. 18cm. Der reine Zusammenbau stell keine große Herausforderung dar und sollte auch von Anfängern leicht beherrschbar sein. Schwieriger wird es bei der Lackierung und den großflächigen Decals an den Seiten. Radaufhängungen, Abgasanlage und Antriebsstrang sowie der Innenraum sind sehr detailliert und dank der hervorragenden Decals lässt sich ein tolles Modell des „Subaru WRC“ erstellen. Ich habe ca. ein Monat gebraucht. Positiv überrascht haben mich die eingefärbten Klarsichtteile für Heckleuchte und Blinker, die Metall-Sticker für die Rückspiegel, die vorlackierten Felgen, und die Abklebemasken für die Fensterscheiben. Zunächst einmal was bekommt man für sein Geld? Der Bausatz enthält neben blauen, schwarzen und grauen Spritzgussteilen auch sehr viele Klarsichtteile. Zu letzteren zählt auch der Unterfahrschutz für Motor, Getriebe und Differential. Lackiert man diese Teile nicht, geben sie später den Blick auf die eben genannten Fahrzeugkomponenten und die Radaufhängung frei. Ich habe mich für diese Lösung entschieden. Besonders ist, dass auch eingefärbte Klarsichtteile (rote Heckleuchten und orange Blinker) enthalten sind. Dafür gibt es keine verchromten Teile aber eine silberne Klebefolie für die Innenseite der Heckleuchten und Metall-Sticker für die Rückspiegel. Wie bei Tamiya üblich sind Reifen aus echtem Gummi sowie kleine gummiartige Hülsen (die dafür sorgen, dass sich die Räder später drehen könne) enthalten. Auch die Felgen sind bei dem Bausatz bereits im klassischem gold vorlackiert. Positiv anzumerken sind zudem das im Lieferumfang enthaltene Kunststoffgitter für den Kühlergrill und die vorgestanzten Abklebemasken fürs Lackieren der Fensterrahmen. Nun zum Bau: Bei vielen Teilen sind leider die Spuren der Auswerferstifte (diese runden Vertiefungen oder Erhebungen) vorhanden. Gerade bei Runden Teilen wie dem Überrollkäfig oder der Radaufhängung ist das lästig. Auch ist sehr viel feiner Grad vorhanden, den man meist erst nach dem Lackieren deutlich sieht. Mein Tipp also sicherheitshalber bei allen Teilen einmal kurz mit dem Schleifpapier oder der scharfen Kannte des Bastelmessers drüber gehen. Die Passform ist eigentlich ziemlich gut. Nur bei den Helmen, dem Endrohr des Auspuffs und eben den Spuren der Auswerferstifte musste ich Spachtelmasse einsetzen. Wobei es bei letzterem meist mit Schleifen alleine getan war. Am Überrollkäfig wären nach dem Zusammenbau auch noch ein paar Spalten zu kaschieren gewesen. Da ich die Einzelteile vor dem Zusammenbau jedoch mittels Spraydose lackiert hatte, war ein nachträgliches Spachteln und Beilackieren nicht möglich. Nach dem montieren der Karosserie sind diese Spalten jedoch kaum mehr zu sehen. Bei der Lackierung begann die Herausforderung wieder damit, dass ich eigentlich nur Revell Farben besitze. Allerdings hatte ich bei meinem letzten Projekt, einem „Peugeot 206 WRC“, bereits eine Umrechnungstabelle für die Farben gefunden/erstellt. Trotz intensiver versuche schaffte ich es nicht das typische Subaru-Blau (Mica-Blau) mittels Revell Farben zusammenzumischen. Glücklicherweise gibt es die Farbe von Tamiya als Spraydose. Einige Stellen, wie die Unterseite des Motors, die Federbeine (inkl. Bremsen), das Armaturenbrett, die Helme und die schwarzen Details an der Karmosiere hatten es in sich. Bei letzterem bestand die Hauptschwierigkeit darin, dass ein nachträgliches Ausbessern nahezu unmöglich war da die Karosserie zunächst mit der zuvor genannten Spraydose lackiert wurden, Die restlichen Stellen waren jedoch ziemlich unproblematisch da immer komplette Teile in einer Farbe zu lackieren waren oder gerade Trennlinien vorlagen. Besonders in Erinnerung blieb mir jedoch der Motor. Da es sich nicht um einzelne Bauteile, sondern um eine Ausformung der Bodengruppe handelt, war die Lackierung hier nicht ganz einfach. Die Decals sind hervorragend. Leider haben sich bei mir unter den großflächigen Decals an den Seiten Lufteinschlüsse gebildet, die sich auch durch mehrfache Behandlung mit dem Weichmacher nicht ganz entfernen ließen. Wäre die Denkkraft des Gelbs etwas stärker würde man die Lufteischlüsse vermutlich gar nicht sehen. Das Anbringen dieser subarutypischen geschwungenen Linien mit dem Subaru Logo sieht auf den ersten Blick einfacher aus als es ist. Gerade die Verbreiterungen der Radläufe an den hinteren Türen machen es nicht gerade einfach. Hier sollte man nicht mit dem Weichmacher sparen. Der mittlere der 3 Streifen muss 2-mal um 90° geknickt werden. Bei mir entstanden dabei trotzt des Weichmachers kleine Risse unter den hinteren Türschnallen. Das die unteren beiden Streifen als unabhängiges Segment vorliegen entspannt das Problem mit den Wölbungen der Radläufe, erschwerte allerdings die korrekte Positionierung der beiden Segmente zueinander. Beim Positionieren orientiert man sich am besten an den Aussparungen für die Türschnallen in den Streifen. Um die Decals nach dem anbringen zu fixieren habe ich die komplette Karosserie mit glänzendem Klarlack (Revell 36101) überzogen. Es empfiehlt sich dabei vor diesem Schritt nur die nötigsten Teile an der Karossiere zu montieren (siehe beigefügtes Video). Das gilt vor allem für Klarteile wie die Fensterscheiben, Scheinwerfer und Rückleuchten. Diese müssten andernfalls abgeklebt werden. Der Klarlack nimmt dem Tamiya Lack etwas den Glanz gibt ihm aber ein seidenmattes Erscheinungsbild das mir eigentlich ganz gut gefällt. Nicht ganz so einfach war auch das Anbringen der Decals mit der Karbonoptik an den Rückseiten der Size. Auch hier wird viel Weichmacher benötigt. Allerdings ist von der Rückseite der Sitze nach dem Zusammenbau nicht mehr viel zu sehen so dass hier kleine Schönheitsfehler verzeihbar sind.